DFG: Vernetzung durch Kooperation und Wettbewerb

Gewinn durch Zusammenarbeit

Mit ihren Förderprogrammen unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nachhaltig den organisationsübergreifenden Wettbewerb sowie die Kooperation und Vernetzung zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf allen Ebenen. Das gilt für Einzelne, Institute, universitäre oder außeruniversitäre Einrichtungen, Forschungs- und Förderorganisationen im In- und Ausland. Damit unterstützt die DFG das Ziel der „Vernetzung im Wissenschaftssystem“ des Pakts für Forschung und Innovation. Leitlinie für DFG-Programme und -Initiativen ist, sich an den differenzierten Interessen der Wissenschaft und den Bedürfnissen der Forscherinnen und Forscher auszurichten. In diesem Sinne versteht die DFG Vernetzung stets als Weg, um bessere Forschung zu ermöglichen. Mit den Mitteln des Pakts hat die DFG ihre Vernetzungsinstrumente und die entsprechenden Rahmenbedingungen sukzessive weiterentwickelt.

 

Von besonderer Bedeutung für die Vernetzung sind die Sonderforschungsbereiche, mit denen die DFG seit mehr als vier Jahrzehnten exzellente Forschungsvorhaben mit strukturbildender Wirkung fördert. Das Programm dient in erster Linie der Profil- und Schwerpunktbildung an den Hochschulen, es ist zugleich aber auch ein wichtiger Baustein in der Kooperation zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung. Auch die weiteren „Koordinierten Programme“ der DFG wie Graduiertenkollegs, Forschergruppen, Schwerpunktprogramme, Forschungszentren oder Exzellenzcluster dienen der organisationsübergreifenden Kooperation und Vernetzung.

 

Wichtig für die zunehmende Verflechtung innerhalb der Wissenschaft sind die Programme zum Auf- und Ausbau von Forschungsinfrastrukturen, die häufig langfristige oder dauerhafte Voraussetzungen für gemeinsame Forschungsprojekte bilden. Hier dienten die unter anderem mit Mitteln des Pakts für Forschung und Innovation konkret geförderten Maßnahmen immer auch übergeordneten Funktionen im Wissenschaftssystem, die unmittelbar relevant für die Zielsetzungen des Pakts sind, wie Standardsetzung, Förderung der Kooperation der Wissenschaftsorganisationen oder Förderung der Schwerpunkt- und Profilbildung. Beispiele für den Ausbau von Forschungsinfrastrukturen sind Bibliotheksverbünde, das Open-Access-Publizieren und die Nationallizenzen.

 

Auch die Unterstützung von Forschungsgroßgeräten und Gerätezentren schafft die Basis für erfolgreiche wissenschaftliche Kooperation. Zu den strategischen Weiterentwicklungen von Informationsstrukturen gehört ein spezielles Förderprogramm, das qualitätsgesicherte Forschungsdaten, die häufig mit großem finanziellem und zeitlichem Aufwand erhoben werden, nachhaltiger sichern und für wissenschaftliche Nachnutzung verfügbar machen soll. Außerdem hat die DFG „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ an wissenschaftlichen Bibliotheken eingerichtet, die die Bibliotheken in ihrer Servicerolle und mit ihren Dienstleistungen für die Wissenschaft stärken sollen. Mit dem Informationsportal „RIsources“ (RI = Research Infrastructure) hat die DFG ein Rechercheinstrument geschaffen, das die Suche nach wissenschaftlichen Forschungsinfrastrukturen und damit Ressourcen und Dienstleistungen für Forschungsvorhaben erleichtert. Auch die von der DFG geförderten „Core Facilities“ sollen die bessere und effizientere Nutzung bereits vorhandener Geräte für Wissenschaft und Forschung unterstützen. Über die direkte Förderung von konkreten Projekten hinaus widmet sich die DFG auch übergreifenden Fragen und Herausforderungen auf dem Gebiet der Forschungsdateninfrastrukturen, wozu unter anderem Rechtsfragen sowie Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten gehören. Mit all diesen Aktivitäten übernimmt die DFG eine integrierende Wirkung für das deutsche Wissenschaftssystem.

 

Um den Erfolg der Maßnahmen in Hinblick auf die Vernetzung zwischen den fachlichen Disziplinen zu überprüfen, hat der DFG-Senatsausschuss für Perspektiven der Forschung eine Studie in Auftrag gegeben. Der im Jahr 2013 veröffentlichte Bericht „Fachübergreifende Begutachtung: Strukturwirkung und Fördererfolg“ hat die Begutachtung über Fächergrenzen hinweg und die Vernetzung im deutschen Wissenschaftssystem statistisch erfasst. Eine wichtige Funktion im organisationsübergreifenden Wettbewerb nimmt auch die Dokumentation der Beteiligung deutscher Wissenschaftsorganisationen an den Förderprogrammen der DFG wie auch weiterer nationaler und internationaler Forschungsförderinstitutionen im DFG-Förderatlas ein.

 

Weiterführende Links:

Weitere Informationen zur Förderung von Forschungsinfrastrukturen durch die Gruppe „Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik“ (WGI) finden sich unter www.dfg.de/wgi und die Gruppe „Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme“ (LIS) unter www.dfg.de/lis.

 

Zum Informationsportal RIsources:

http://risources.dfg.de

 

Zum Bericht „Fachübergreifende Begutachtung: Strukturwirkung und Fördererfolg“: www.dfg.de/dfg_profil/zahlen_fakten/evaluation_studien_monitoring/studien/bericht_interdisziplinaritaet

 

Zum Förderatlas:

www.dfg.de/foerderatlas

 

 

 

Pakt für Forschung und Innovation::kompakt:: - die Informationsbroschüre können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

 

Pakt für Forschung und Innovation – Fortschreibung 2016-2020 (PFI III)

Bitte auf Link: PFI III 2016-2020

 

 

 

 

 

GWK-Heft 52:
Pakt für Forschung und Innovation: Monitoring-Bericht 2017 GWK-Heft 52

Letzte Änderung: 26.06.2017 - 08:30 Uhr