Vernetzung durch Kooperation und Wettbewerb - Das Wichtigste in Kürze

Um die Kooperationen mit Universitäten weiter zu intensivieren, hat die Max-Planck-Gesellschaft im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation das Pilotprogramm „Max Planck Fellow“ geschaffen. Dieses Programm beinhaltet die auf fünf Jahre befristete Bestellung von Hochschullehrern (W2/W3) zu Max Planck Fellows und ist zugleich mit der Leitung einer durch die Max-Planck-Gesellschaft finanzierten Arbeitsgruppe an einem Max-Planck-Institut verbunden.

Der Pakt für Forschung und Innovation ermöglicht der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) Vernetzungen zwischen angewandter und Grundlagenforschung zu intensivieren. In der Praxis setzt die Fraunhofer-Gesellschaft dies durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Max-Planck-Instituten um. Die Fraunhofer-Gesellschaft baut die Kooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen weiter aus. Neue Standortkonzepte in Form von Leistungszentren sind ein Instrument zur Überbrückung der Lücke zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und wirtschaftlicher Verwertung. Im Rahmen des Pakts für Forschung startete Fraunhofer in 2015 pilothaft drei Zentren: das Leistungszentrum Nachhaltigkeit in Freiburg, das Leistungszentrum Elektroniksysteme in Erlangen und das Leistungszentrum Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik in Dresden.

Die Helmholtz Gemeinschaft (HGF) baut auch mit Mitteln des Paktes für Forschung und Innovation die Vernetzung mit den Hochschulen aus. Sie hat dafür eine Reihe von Instrumenten entwickelt, die von Kooperationsprojekten einiger weniger Institutionen wie den Helmholtz Virtuellen Instituten über große Verbundnetzwerke wie die Helmholtz-Allianzen bis hin zu institutionellen Kooperationen wie den Helmholtz-Instituten reichen.

Den Austausch und die Kooperation zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachdisziplinen sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Industrie zu ermöglichen, ist ein wichtiges Ziel der Forschungsförderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Pakt für Forschung und Innovation ermöglicht hier, auch für große Forschungsverbünde die nötigen Mittel nachhaltig zur Verfügung zu stellen.

Die Leibniz-Gemeinschaft setzt das im Pakt für Forschung und Innovation verankerte Ziel einer stärkeren Vernetzung auf vielfältige Weise um: Der Grad der Vernetzung mit den Hochschulen ist bei den Mitgliedseinrichtungen hoch, ein Indikator hierfür ist die Zahl von 247 gemeinsam von Leibniz-Einrichtungen und Universitäten berufenen Professoren im Jahr 2008. Zugleich dient das Modell des WissenschaftsCampus der gezielten Umsetzung der strategischen Kooperation mit Hochschulen. Die Zahl der vertraglich geregelten Kooperationen von Leibniz-Instituten mit Hochschulen im In- und Ausland beläuft sich insgesamt auf über 1500. Daneben stehen etwa 1300 vertragliche Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Vertragliche Kooperationen bestehen zudem mit etwa 700 Wirtschaftsunternehmen. Das interne Wettbewerbsverfahren (SAW-Verfahren) der Leibniz-Gemeinschaft fördert durch sein besonderes Prinzip der Kooperation und der Konkurrenz zugleich den Wettbewerb und die Vernetzung der Einrichtungen innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft und darüber hinaus

 

 

 

Pakt für Forschung und Innovation::kompakt:: - die Informationsbroschüre können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

 

Pakt für Forschung und Innovation – Fortschreibung 2016-2020 (PFI III)

Bitte auf Link: PFI III 2016-2020

 

 

 

 

 

GWK-Heft 47:
Pakt für Forschung und Innovation: Monitoring-Bericht 2016 GWK-Heft 47

Letzte Änderung: 15.12.2016 - 12:54 Uhr