Leibniz-Gemeinschaft: Vernetzung durch Kooperation und Wettbewerb

Leibniz auf dem Campus – Kooperationen mit Hochschulen

Kooperationen zwischen den Instituten der Leibniz-Gemeinschaft, mit Hochschulen und anderen außeruniversitären Organisationen im In- und Ausland sind ein Profilmerkmal der Leibniz-Gemeinschaft und zentraler Bestandteil ihrer Strategie. Im Mittelpunkt stehen dabei die Universitäten als Partner der Leibniz-Einrichtungen an ihrem Standort. Die Leibniz-Gemeinschaft pflegt seit jeher intensive Kooperationen mit Hochschulen. Die enge Verknüpfung von universitärer und außeruniversitärer Forschung ist für beide Seiten besonders attraktiv durch die Eigenständigkeit der Leibniz-Einrichtungen, ihre thematische und methodische Bandbreite und ihre regionale Verankerung. Infolge des Pakts für Forschung und Innovation konnten diese gemeinsamen Strukturen konsolidiert und weitere etabliert werden.

Die Leibniz-Gemeinschaft hat dies 2013 in der Broschüre „Leibniz auf dem Campus – Kooperationen mit Hochschulen“ und 2015 in der Broschüre „Leibniz exzellent – Kooperationen mit Hochschulen“ dokumentiert.

Weiterführender Link: www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/hochschulkooperationen

Leibniz-WissenschaftsCampi

Leibniz-WissenschaftsCampi integrieren universitäre und außeruniversitäre Forschung und ermöglichen Hochschulen und Leibniz-Einrichtungen eine thematisch fokussierte Zusammenarbeit im Sinne einer gleichberechtigten, komplementären und regionalen Partnerschaft. Ziel ist es, durch Vernetzung den jeweiligen Forschungsbereich weiterzuentwickeln und das wissenschaftliche Umfeld darin zu stärken. Mittlerweile bestehen zwölf Leibniz-WissenschaftsCampi, an denen in der Regel ein Leibniz-Institut sowie eine Hochschule und (durchschnittlich fünf) weitere Partner beteiligt sind.

Weiterführender Link: www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/leibniz-wissenschaftscampi/

Leibniz-Forschungsverbünde

Leibniz-Einrichtungen schließen sich in Leibniz-Forschungsverbünden zusammen, um Themen von hoher wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz über die Grenzen der Disziplinen hinweg zu bearbeiten. Sie bilden sektionsübergreifende Forschungsallianzen innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft und bieten zugleich externen Partnern aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungsorganisationen und aus der Wirtschaft Anknüpfungspunkte für Kooperationen. Leibniz-Forschungsverbünde sind seit 2011 die wichtigsten Strukturen für forschungsthemenbezogene Kooperationen in der Leibniz-Gemeinschaft. Über die Grenzen der Sektionen hinweg sind gegenwärtig 80 Leibniz-Institute in zwölf Leibniz-Forschungsverbünden zusammengeschlossen. In den Leibniz-Forschungsverbünden organisieren sich von sechs bis zu 22 Leibniz-Institute und durchschnittlich drei weitere Partner.

Weiterführender Link: www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/leibniz-forschungsverbuende

 

Gemeinsame Berufungen

Leibniz-Einrichtungen sind selbstverständliche Partner der Hochschulen. Eingebunden in die regionalen Wissenschaftsstrukturen sind die Institute vor allem mit ihren benachbarten Hochschulen eng verbunden. Leitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden gemeinsam mit den Universitäten auf Professuren berufen. Daraus entwickeln sich wichtige Beiträge in der universitären Forschung, für die Lehre, die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die universitäre Selbstverwaltung. Dies gilt insbesondere, wenn die Professuren, wie beispielsweise im „Berliner“ und im „Stuttgarter“ Modell, in der Hochschule verankert bleiben und mit universitären Belangen assoziiert sind. Gemeinsame Berufungen können entscheidend zur strategischen Forschungsplanung zwischen den Hochschulen und den Leibniz-Einrichtungen beitragen und sind heute die Kerne von Leibniz-WissenschaftsCampi, münden also in längerfristige regionale Strukturen. Gemeinsame Zielsetzungen werden in Kooperationsverträgen abstrakt und in der Denomination von Professuren konkret verankert.

Weiterführender Link: www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/hochschulkooperationen/gemeinsame-berufungen

Lehre an Hochschulen

Gemeinsame Berufungen sind nur der erste Schritt für die intensive Kooperation zwischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und den Hochschulen. In der Folge werden an den Hochschulen nicht nur einzelne Lehrveranstaltungen durch die Professorinnen und Professoren aus den Leibniz-Einrichtungen erbracht, sondern oftmals auch Module innerhalb von Studiengängen oder gar ganze Studiengänge angeboten.

Das Lehrangebot an Hochschulen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Leibniz-Einrichtungen ist in den letzten Jahren nochmals angestiegen. Auch dies ist ein Beleg für die zunehmende Verzahnung von Leibniz-Einrichtungen mit Hochschulen: Die geleisteten Semesterwochenstunden stiegen seit 2011 von 2.800 auf rund 3.300 pro Semester im Jahr 2015. Im Jahr 2015 hatten 1.220 Leibniz-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Lehraufträge an deutschen Hochschulen, 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lehrten auch an ausländischen Hochschulen.

Die Zahl der von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Leibniz-Einrich¬tungen betreuten und abgeschlossenen Abschlussarbeiten von Studierenden ist auf einem hohen Niveau und wurde in den vergangenen Jahren von insgesamt 1.637 im Jahr 2011 auf 1.877 im Jahr 2015 gesteigert. 1.837 Studierende schlossen 2015 ihr Studium erfolgreich unter Beteiligung von Leibniz-Einrichtungen ab.

Joint Labs und Forschungsgruppen

Die enge Kooperation mit den Hochschulen manifestiert sich auch in Joint-Labs, die die Leibniz-Einrichtungen zusammen mit Hochschulen unterhalten. Sie erbringen für beide Partner wissenschaftliche Dienstleistungen und unterstützen die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Anzahl der Joint-Labs wurde von 2011 bis 2015 von 35 auf 96 fast verdreifacht.

Gemeinsame Forschungsgruppen sind ebenfalls wichtige Instrumente der Kooperation zwischen Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen: Im Jahr 2015 waren insgesamt 91 (2011: 68) universitäre Forschungsgruppen an Leibniz-Einrichtungen und 133 (2011: 53) Leibniz- Forschungsgruppen an Hochschulen aktiv

Kooperation im Leibniz-Wettbewerb

Kooperation ist das Fundament in allen Förderlinien des Leibniz-Wettbewerbs: Fast drei Viertel der von 2011 bis 2016 bewilligten Vorhaben weisen einen oder mehrere Kooperationspartner auf. Dabei kooperieren Leibniz-Einrichtungen im Rahmen des Wettbewerbs nicht nur untereinander, sondern insbesondere mit deutschen und ausländischen Hochschulen.

Von den 186 seit 2011 im Leibniz-Wettbewerb geförderten Vorhaben werden 138 zusammen mit einem oder mehreren Kooperationspartnern durchgeführt. An diesen 138 Vorhaben waren bzw. sind insgesamt 344 verschiedene Partner beteiligt, darunter 163 Hochschulen (davon 62 deutsche, 63 europäische und 16 außereuropäische Hochschulen) und 114 außeruniversitäre Forschungsinstitutionen, davon 50 in Deutschland, 48 in Europa und 16 außerhalb Europas

Weiterführender Link: www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/leibniz-wettbewerb/gefoerderte-vorhaben

Nationale Wissenschaftsstrukturen

Den Universitäten bieten Leibniz-Forschungsinfrastrukturen oftmals bedeutsame Anknüpfungspunkte für neue Kooperationsprojekte. Aber auch in nationalen mittel- bis langfristig angelegten Strukturvorhaben sind Leibniz-Einrichtungen beteiligt. In den großen nationalen Wissenschaftsstrukturen der Gesundheitsforschung ist die Leibniz-Gemeinschaft stark vertreten: In fünf der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung wirken insgesamt neun Leibniz-Einrichtungen mit. In der Nationalen Kohorte betreiben vier Leibniz-Einrichtungen drei von 18 Studienzentren. Die lebenswissenschaftlichen Institute Deutsches Diabetes-Zentrum – Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (DDZ), Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ) und Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften (FZB) betreiben gleichzeitig Kliniken bzw. können auf Kapazitäten in Kliniken zugreifen und garantieren so die Translation ihrer Forschungsergebnisse in die Behandlung der Patienten. Unter den Nationalen Referenzzentren (NRZ), also Institutionen, die besondere Aufgaben für den öffentlichen Gesundheitsschutz wahrnehmen, sind derzeit drei Leibniz-Institute: Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) fungiert als NRZ für invasive Pilzinfektionen, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropen-medizin (BNITM) als NRZ für tropische Infektionserreger sowie das FZB als Nationales Referenzzentrum für Mykobakterien.

 

 

 

Pakt für Forschung und Innovation::kompakt:: - die Informationsbroschüre können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

 

Pakt für Forschung und Innovation – Fortschreibung 2016-2020 (PFI III)

Bitte auf Link: PFI III 2016-2020

 

 

 

 

 

GWK-Heft 52:
Pakt für Forschung und Innovation: Monitoring-Bericht 2017 GWK-Heft 52

Letzte Änderung: 26.06.2017 - 08:30 Uhr